Auswirkungen von WAFFEN

Einige der konventionellen Waffen, mit denen Amerika und die Nordallianz bei ihrem Vormarsch gegen die Taliban unterstützte, haben eine so gewaltige Wirkung, dass sie von Pentagon als "Beinahe"-Atomwaffen bezeichnet werden. Dazu gehören:

6800-KILO-TREIBSTOFF/LUFTGEMISCHSPRENGSYSTEME (BENZINBOMBEN): Im Militärjargon  werden sie "Daisy Cutters"  genannt. Die gewaltige Druckwelle tötet Menschen und zerstört nicht bewehrte Gebäude. Die Menschen in der Nähe der Expolosionswelle werden förmlich ausgelöscht.
Sie werden von einem Überdruck von 30 Kilogramm pro Quadrazentimetern zu Tode gequetscht und verglühen bei Temperaturen von 2500 bis 3000 Grad Celsius. Darauf folgt eine Unterdruckwelle, es entsteht ein Vakuum-Effekt. Die Meschen in der zweiten Zerstörungszone erleiden starke Verbrennungen und schwere innere Verletzungen, bevor der Tod eintritt. Jenen in der dritten Zone werden die Augen aus den Höhlen gepresst, ihre Lungen und Trommelfelle platzen, die Menschen erleiden schwere Gehirnerschütterungen. Die Brennstoffe selbst - Ethylen- und Propylen-Oxide- sind hochgiftig.
Bei dem US-Luftangriff auf den Höhlenkomplex Tora Bora in Afghanistan, in dem man Osama bin Ladens Versteck vermutete, starben in 30 Kilometern Entfernung ungefähr 200 Zivilisten. Sie hatten eine Explosionstrauma - ihre Lungen waren geplatzt, sie waren blind, Arme und Hände waren weggerissen, höchstwahrscheinlich von Bezinbomben.

Cluster- oder Streubomben: Die Vereinigten Staaten setzten sie in Afghanistan in großer Zahl ein. Jede dieser entsetzlichen, tödlichen Bomben besteht aus 202 Kleinbomben, die mit rasiermesserscharfen Splittern gefüllt sind. Diese schießen mit rasender Geschwindigkeit über ein Gebiet hinweg, das in etwa die Große von 16 Fußballfeldern hat, und zerfetzen die Körper der Menschen. Nach dem Genfer Protokoll sind diese Waffen verboten.
Zwangsläufig wurden überall in Afghanistan auch Zivilisten von diesen illegalen und schrecklichen Bomben getötet. Noch während die Nachbarn 17 Opfer ausgruben, töteten weitere Bomben über 120 Menschen.
Wie man aus Erfahrung weiß, explodieren zwischen fünf und 30 Prozent dieser Kleinbomben nicht sofort, sondern bleiben als MInen im Gelände liegen. Bei Berührung explodieren sie mit unglaublicher Wucht und reißen ihre Opfer in Stücke. Tragischerweise sind diese kleinen Bomben gelb, ähneln in Große und Form Getränkedosen und sind daher besonders für Kinder "reizvoll". Die von den USA über ganz Afghanistan abgeworfenen Nahrungsmittelpakete mit Erdnussbutter, Frühstückriegeln, Reis und Kartoffeln sind ebenfalls gelb und haben die gleiche Größe und Form wie die Kleinbomben. Human Rights Watch schätzt, dass über 5000 bislang nicht explodierte Kleinbomben über ganz Afghanistan verstreut sind - zusätzlich zu den Hunderttausenden von Minen, die aus dem russisch-amerikanischen Krieg von 1979 bis 1989 übrig geblieben sind. Afghanistan ist derzeit das am stärksten verminte Land der Welt.

BUNKER BUSTER: Diese 2,7 Tonnen schweren Kolosse, die aus den Geschützrohren ausgedienter Marineschiffe hergestellt und von B-1- oder B-2-Flugzeugen abgeworfen werden, sind so schwer, dass sie beim Aufschlag sechs bis 30 Meter tief in die Erde eindringen, bevor der hochexplosive Sprengstoff explodiert. Die meisten sind lasergesteuert, einige verfügen auch über ein Satellitennavigationssystem (GPS)

Wie würde die Realität eines Atomkrieges aussehen?

In Russland abgeschossene Atomraketen würden 30 Minuten nach dem Start über amerikanischen Städten explodieren. Innerhalb dieser 30 Minuten melden die Infrarotsensoren der US-Frühwarnsatelliten den Angriff dem strategischen Luftwaffenkommando in Colorado. Das wiederum setzt den Präsidenten davon in Kenntnis. Diesem bleiben nun ungefähr drei Minuten für die Entscheidung, ob ein Gegenangriff erfolgen soll oder nicht. Die Atomraketen erreichen ihre Ziele mit zwanzigfacher Schallgeschwindigkeit, und wenn sie über den Städten expolidieren, entstehen Temperaturen wie im Kern der Sonne.

() 50 % der Menschen sind tot, 40 % schwer verletzt. () In Hiroshima, das von 13 Kilotonnen im Vergleich zu jetzt 1000 Kilotonnen verwüstet wurde, löste sich ein Kind tatsächlich in Luft auf. Es wurde pulverisiert. () Menschen werden zu laufenden Fackeln. (...) 40 oder 50 Meilen vom Ort der Expolision entfernt erblinden Menschen, die in den Atomblitz sehen, sofort auf Grund von Verbrennungen der Netzhaut. (Die Menschen in den Atomschutzbunkern ersticken, weil das Feuer den Sauerstoff aus den Bunkern saugt.

Radioaktiver Niederschlag:

Die Stadt und ihre Bewohner zerfallen größtenteils zu radioaktiven Staub, der als Atompilz in die Luft geschleudert wird. () Dosen von 5000 rad (rad ist eine Maßeinheit für absorbierte Strahlung) oder mehr, denen die Menschen in der Nähe des Explosionsortes ausgesetzt sind, lösen sofern diese Menschen noch leben ein akutes enzephalopathisches Syndrom aus. Die Gehirnzellen werden so stark geschädigt, dass sie anschwellen. (Innerhalb von 24 Stunden fällt der Patient ins Koma und stirbt. Bei einer niedrigen Dosis von 1000 rad tritt der Tod in Folge von Magen-Darm-Erkrankungen ein. (..) Bei 450 rad stirbt die Hälfte der Bevölkerung.

In den Vereinigten Staaten gibt es über 100 Atomkraftwerke sowie zahlreiche weitere gefährliche radioaktive Anlagen, Überreste der Aktivitäten des Kalten Krieges. Fiele eine 1000-Kilotonnen Bombe auf einen 1000 Megawatt-Standreaktor und die Abklingbecken mit den stark radioaktiven ausgebrannten Brennelementen, wäre ein Gebiet so groß wie Westdeutschland für immer radioaktiv verseucht. (Zitate: Atomgefahr USA - Helen Caldicott)

 

( Auf der ganzen Welt sind 443 Reaktorblöcke in Betrieb:
USA, Kanada: 122
Mittel- und Südamerika: 6 (2 in Brasilien, Argentinien, Mexiko)
Europa inkl. Russland: 205
Afrika: 2 Südafrika
Asien: 108

 

In den ersten vier Kriegswochen wurden eine halbe Million Tonnen Bomben auf Afganisthan abgeworfen. Das sind 20 Kilogramm für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind. Während der achteinhalb Woch andauernden US-Bombardements wurden 3763 Zivilisten getötet. Zitate aus dem Buch ( Helen Caldicott " Atomgefahr USA")